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Helden unserer Kindheit Realserien
Lassie 1280

Am 6. November 1947 flimmerte mit der amerikanischen Variante vom Presseclub die erste regelmäßige Fernsehserie über die TV-Geräte. Wenige Jahre später folgten Lassie, Die Waltons und Bonanza. Das Zeitalter der Serien war angebrochen und mit ihm entwickelten sich auch die Produktionen sehr rasant. Die meisten von uns sind mit Serien aufgewachsen und hatten neben den Zeichentrick- und Animeserien auch sehr viele Realserien, die uns nicht nur begleitet, sondern auch geprägt haben.
Im dritten und vorerst letzten Teil, unserer Blogreihe über die Helden unserer Kindheit, widmen sich die Mitglieder des Entertainment-Newsteams, um ihre Geschichten und Erlebnisse aus der Kategorie Realserien.

Aki

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Gut kann ich mich noch an diese Zeit erinnern, denn die meisten der Helden, die mich bis heute so begleitet haben, liefen meist am frühen und späten Nachmittag auf Sat. 1 über den Bildschirm und wurden auch gern zusammen mit den Eltern geschaut. Besonders zählte dazu MacGyver, der mit seinem Erfindungsreichtum gerade dazu aufforderte, die ein oder andere Sache nachzubasteln, selbst wenn das alles nicht funktionierte. Angesagt waren auch Baywatch, die sich heldenhaft für das Überleben der in Not geratenen Badegäste einsetzten, oder ALF, der zu ein wenig Unfug anstiftete. Auch wenn ich ebenso regelmäßig Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert mitguckte, fieberte ich doch immer eher den Abenteuern von Captain Kirk und seiner Crew mit den Abenteuern vom Raumschiff Enterprise am Samstagnachmittag entgegen. Dann und wann spielte die faszinierenden Abenteuer nach, die meine Neugier für das Unbekannte weckten und ich bin deswegen noch heute ein bekennender Trekkie. Bodenständiger ging es da dann auf dem öffentlichen Rundfunk bei den Kindern vom Süderhof zu, die man für ihr Leben mit vielen Tieren und ein paar Pferden schon ein wenig beneidet hat und deswegen auch ein paar Reitstunden genommen hat.

Captain

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„Räuber und Gangster, Gauner und Verbrecher...“ - Wer kennt es nicht? Das Titellied zur allseits beliebten Detektiv-Serie Die Pfefferkörner. 5 Hamburger Kinder gehen auf Verbrecherjagd und zeigten schon früh, dass jeder ein Held sein kann. Parallel dazu wurde meine Leidenschaft für Superhelden mit Power Rangers Zeo geweckt. Aus heutiger Sicht vielleicht unausgereifte Effekte, aber zur damaligen Zeit ein absolut guter Grund am Wochenende bereits um 08:00 Uhr aufzustehen und den Fernseher anzumachen. Beide Serien haben Soundtracks, die mir auch heute noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn ich sie höre.

Julia

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Meine Vorliebe für Übernatürliches und technische Gadgets hat sich schon in jungen Jahren manefestiert. Ich bin eh eine geborene Wasserratte, aber seit ich Ocean Girl entdeckt hatte, bekam man mich kaum noch aus dem Wasser. Das mysteriöse Alien-Mädchen Neri schwimmt und redet mit den Walen, wird aber zugleich für ihre Fähigkeiten von einem großen Konzern gejagt und versteckt sich auf einer wunderschönen, tropischen Insel. Die Mischung aus Mystery und Magical-Girl setzte sich aber auch bei Mein Vater ist ein Außerirdischer fort. Jeden Abend, wenn ich mich recht entsinne gegen 19 Uhr, startete das ohrwurmige Intro und damit die Serie rund um Evie, welche, wie der Titel vermuten lässt, einen Alien-Vater hat. Darüber hinaus kann sie die Zeit anhalten, indem sie beide Zeigefingerspitzen aneinanderlegt. Gut, die Special Effects (nennen wir es mal so) waren sehr limitiert, aber der 90er-Charme hat mich über die wackelnden Statisten im Hintergrund, trotz eingefrorener Zeit, hinwegsehen lassen. Zu guter Letzt darf hier Achtung: Streng geheim! nicht unerwähnt bleiben. Ich denke, die PCUs, dieses technische Gerät, dass alle Agenten-Kinder hatten, hat mich heute zu meiner großen Tablet-Liebe gebracht. Und Nevill Savage war einfach der beste Vorzeige-Bösewicht, den man sich vorstellen kann. Im Grundschulalter hätte ich alles dafür gegeben, entweder eine Wal-Mädel oder aber Mitglied bei Alpha Centauri im Kampf gegen Savage zu werden.

Tony

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Noch vor meiner Sucht nach den Power Rangers, verzauberte mich die deutsche Variante der Bezaubernden Jeannie in Form von Der Hausgeist. Während Jeannie mit Nicken jeden Wunsch in Erfüllung gehen ließ, pustete Freifrau Henriette von Sydeck einfach über ihren ausgestreckten Zeigefinger oder ging durch Wände. Danach folgte aber der Kampf um den Schutz der Erde: Fünf mutige Jugendliche, die ausgewählt wurden, die Erde zu beschützen, wenn das mal nicht perfekt auf meine damaligen Freunde und mich abgestimmt war. Sie konnten kämpfen, sich verwandeln, mit ihren Armbanduhren kommunizieren und hatten Dino-Zords - mehr ging Anfang der 90er einfach nicht. Auch die VR Troopers und die Beetleborgs griffen das Konzept auf und begeisterten mich durch meine Kindheit. Parallel waren auch die Geschichten rund um den Teenager Paul Reynolds sehr inspirierend, der durch einen Zufall ein Portal in ein Paralleluniversum fand und sich im Land der Spellbinder durchschlagen musste. Ende der 90er kam Buffy - Im Bann der Dämonen dazu und sorgte für etliche Pflock-Schnitzereien und Abend-Patrouillen.

TRon

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Die Auswahl an Serien in meiner Kindheit war sehr überschaubar. Wenn auch qualitativ hochwertig im Vergleich zu heute und für die damalige Zeit. Ein oder zweimal in der Woche kam eine interessante Serie, die dann auch mit Begeisterung angeschaut wurde. Aufgewachsen bin ich mit Filmen und Serien wie Pan Tau, Pippi Langstrumpf, Patrik Pacard und Mondbasis Alpha 1. Meine Helden waren aber noch etwas älter.
Bereits vor meiner Geburt flimmerte Raumpatrouille Orion über die farblosen TV-Röhren. Eine Serie, die für die damalige Zeit wegweisende Spezialeffekte nutzte. Also solche, die heute jeder Fünftklässler mit seinem Smartphone besser hinbekommt. Aber zu meiner Zeit hat man sich nicht an ruckeligen und wenig spektakulären Bildern gestört. Es fiel auch kaum auf, dass die futuristischen Instrumente im Raumschiff eigentlich Bad-Armaturen waren. Mein Held aus dieser Serie ist eindeutig der Kommandant der Orion, Cliff Allister McLane, gespielt von Dietmar Schönherr. Seine dort verkörperte rebellische und teils arrogante Art hat mich vermutlich ein Stück weit geprägt.
Eine weitere Serie, die mich beeinflusst hat, war Mit Schirm, Charme und Melone. Man könnte behaupten, dass diese Serie die Blaupause für die James Bond-Filme war. Der Held in der Serie, John Steed, gespielt von Patrick Macnee, musste in seiner übertrieben englischen Art, teils absurde Fälle lösen.


Das waren unsere Beiträge zu den Helden unserer Kindheit aus Realserien, doch jetzt seid ihr an der Reihe: Wer sind eure Lieblingshelden aus Realserien? Gibt es ein besonders witziges oder trauriges Erlebnis, dass ihr im Bezug darauf mit uns teilen möchtet? Schreibt es uns hier in die Kommentare!